Am 8.3. war internationaler Frauentag – bereits über 100 Mal wurde dieses Fest in Deutschland gefeiert. Dennoch ist es für Frauen, und vor allem für Mütter, heutzutage immer noch sehr schwierig, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Ein Unternehmen, das sich aktiv für Frauen und ihre familiäre Verpflichtungen einsetzt, ist der Verpackungsservice Claudia Kuhn. Hier sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, davon 90% Frauen. Ob die Männer trotz „Frauenüberschuss“ auch (oder erst recht) Spaß an der Arbeit haben und wie ein solches Arbeitsmodell funktioniert, das interessierte auch die Landesschau des SWR Fernsehens Rheinland-Pfalz.

Aus diesem Grund besuchte ein Team des SWR Fernsehens den Verpackungsservice Claudia Kuhn. Bestehend aus Kameramann, Tontechniker, Lichttechniker, Redakteurin und Reporter wurde insgesamt 3 Stunden in den Standorten Mainz-Mombach und Essenheim gefilmt. Es wurde viel gelacht und der Reporter Jens Hübschen durfte am Ende selbst sein Fingerspitzengefühl im Arbeitsprozess beweisen.

Im Beitrag kam u.a. Melanie Eckert zu Wort, Teamleiterin und eine der wenigen Frauen im Unternehmen mit Stapler-Führerschein. Sie entschloss sich vor 3,5 Jahren dafür, den Führerschein zu absolvieren. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten nur Männer den Stapler bedienen. „Es macht nicht nur Spaß, Stapler zu fahren, sondern vor allem ist es wichtig, dass die Arbeit reibungslos funktioniert. Steht etwas im Weg oder brauchen wir mehr Platz, kann ich das inzwischen selbst zur Seite fahren – früher mussten wir immer auf den Fahrer warten und hatten so mit Zeitproblemen zu kämpfen.“

„Der Fahrer“ und einer von sieben Männern im Verpackungsservice ist Mahmud Salameh. „Den Frauen gehen zwar nie die Argumente aus, aber gerade deshalb arbeite ich auch gerne hier“, so Mahmud Salameh. „Man muss eben akzeptieren, dass Frauen das letzte Wort haben – dann klappt das ganz gut“, erzählt er schmunzelnd.

Wie genau das Arbeitsmodell funktioniert, das kann natürlich am besten Geschäftsführerin Claudia Kuhn erklären: „Ich weiß, wie es ist, kleine Kinder zu haben und arbeiten zu gehen. Deshalb war es mir schon immer wichtig, Frauen bei der Vereinbarung von Familie und Beruf zu unterstützen. Wir arbeiten immer im Team und kennen die unterschiedlichen Arbeitsabläufe. So können wir uns in Notfällen gegenseitig aushelfen und den kurzfristigen Verlust der Arbeitskraft kompensieren.“